Warum entstand Earthenware:
 

Das traditionelle Handwerk weicht immer mehr der vorgefertigten Produktionskette. Die Möglichkeit mit den eigenen Händen Ausdruck zu finden, selbst Bleibendes zu schaffen, kann oft nur mehr nebenbei, als Hobby, als Liebhaberei betrieben werden. Dennoch ist das Bedürfnis der Menschen dazu größer denn je.

Aus dieser Überlegung heraus wurde 2000 der Verein "Earthenware" gegründet der es sich zur Aufgabe macht, Menschen den Zugang zum traditionellen Handwerk zu öffnen. Nicht nur Seminare allein sollen Mittel dorthin sein, sondern einfach das selbstständige Werken und Tun. Das bloße Vorhandensein der Materialien und Werkzeuge und die Möglichkeit diese auch unbedarft nutzen zu können nimmt vielen Menschen die Scheu davor, kreativ zu werden.

Gründung von "EARTHENWARE" im Jahr 2000

 

Die Obfrau, Michaela Steiner selber einzige Tochter der international anerkannten Grazer Malerin und Glaskünstlerin Edi th Temmel, begann 1985 in Stoob, der Heimat der Töpfer, sich mit dem Material Ton auseinander zu setzen. Räumliche und kompetente Möglichkeiten wurden geschaffen, ein Töpferatelier wurde eingerichtet. Mitten in der Grazer Altstadt, dennoch ein wenig abseits der städtischen Hektik, eingebettet in eine Reihe weiterer Werkstätten die nicht nur Maler-Arbeiten ermöglichen, sondern auch Reiche des Umgangs mit Glas, Holz, Stein oder Metall öffnen.

Das Besondere:

 

 

Die Konstellation, dass der Verein in einen gut funktionierenden Handwerksbetrieb eingebettet werden konnte, eröffnet den Vereinsmitgliedern nun die Möglichkeit, zusätzliche Kompetenz zu nutzen. Es ergeben sich durch die Konfrontation herrliche und bunte Synergien, die dem Vereinsmitglied helfen, Materialien und Werkstoffe zu vermengen und gemeinsam zu einem Kunstwerk zu formen.

Aus der töpferischen Begeisterung wurde Profession.

Durch die Mitwirkung an Veranstaltungen, Konzeptionelle Teilnahme an den Bemühungen der Stadt Graz für 2003, aber auch durch Angebot von ersten Seminaren konnte die Idee publik gemacht werden.

Der Erfolg war erstaunlich!!

 

Bald fanden sich gelernte Töpfer, Keramikkünstler und auch Hobbykeramiker im Bereich Keramik zusammen, aber auch Glaskünstler im Bereich Fusing oder Glasperlenherstellung, Bildhauer treffen sich hier. die Idee ging voll auf.

Das Atelier wurde ausgebaut, ein holzbefeuerter Rakuofen außerhalb der Stadt gesetzt

Eine Glasperlen Station bereichert die Arbeitsmöglichkeiten.

 

Das laufende Kursprogramm

 
  • Wir bieten Kurse für Kinder an. Kindergruppen ab 4 Jahren werden dem Alter nach zusammengestellt, nicht mehr als 5 Kinder arbeiten miteinander. Dauer: 2 Tage jeweils 2,5 Stunden.
  • Auf behinderte Menschen hat sich Michaela Steiner spezialisiert: z.B. werden mit motorisch gestörten Menschen kleine Werkstücke gefertigt, die sie dann selber weiter bearbeiten.
  • Für psychisch belastete Menschen ist die psychologische Vorbildung von Michaela Steiner von Vorteil. Das Studio entpuppt sich immer wieder als "Therapiestation".
  • Drehen will gelernt sein Kurse stehen dafür zur Verfügung, Mitglieder können die Fertigkeiten üben .
  • Der Rakuofen wurde nicht im Studio, sonder auf einem ehemaligen, und zu Wohnzwecken adaptierten Bauernhof gebaut, der idyllisch im Grazer Hügelland liegt. Dort werden Raku-events abgehalten. Selbst mitgebrachte oder auch vor Ort erhältliche Schrühware wird hier glasiert, gesetzt, gebrannt. Diese Veranstaltungen eignen sich ganz hervorragend für Eltern mit Kindern - die können in der Gegend rumgeistern - oder auch für motorisch behinderte Menschen. Das Experimentieren mit den Glasuren zeigt immer wieder ganz spannende Ergebnisse.
  • Glasperlen selber drehen: Schnell erlernt bietet der Verein die Grundlage dazu, sich Fertigkeiten selber zu erwerben. Übung ist hier wie überall nicht nur ein Faktor der Zeit auch des Geschickes und der Ausdauer.